Die vergangenen paar Tage, im Schwarzwald, zum Zwecke, das nicht ganz so schlechte Abitur meines Bruders zu feiern. Ich habe Souvenirs mitgebracht:
- Stolz: Kevin ist der Beste. So oder so.
- Erkenntnis I: Wenn man sich den Abiturjahrgang der Schule meines Bruders anschaut, muss man sich wenig Sorgen um die Zukunft machen. Die Zukunft von was - das ist mir noch nicht ganz klar. Begriffe wie “Deutschlands”, “des Geistes”, “des lebensfähigen Menschen an sich” verschwimmen zwischen Bildern von Komasaufen, Jugendlichen mit Handyspeakern und Jamba-Sparabo, Menschen mit Einstellungen, die jedes Existenzrecht schuldig bleiben und diversen Profilseiten von einigen Persönchen, die mit mir Abitur gemacht haben. Oder letztlich auch nicht, ich will mich nicht an Einzelheiten erinnern.
- Erkenntnis II: Wandern ist tatsächlich eine herrliche Angegelegenheit. Ich hatte nur wenige eifrig zusammegeklaubte und eifersüchtig verteidigte Stunden Zeit, um mich im erst noch herrlich vernebelten und dann wunderbar sonnigen Hochschwarzwald daran zu erinnern, wie sich Stille anhört.
- Zweifel: Der ist ja sowieso mein stetiger, niemals betrunkener, niemals müder und mit einem brillianten Geist ausgestatter Begleiter. Es geht ihm besonders gut zur Zeit.
- Ein an Egozentrik und Selbstreferenz hingeschenkter Tag: Überraschend habe ich mir doch einen weiteren Tag außerhalb des Zentrums der Macht gegönnt. Und ihn der Produktivität gewidmet. Herausgekommen ist ein an der eigenen Schwäche und den nimmermüden Synapsen im Negativ-Zentrum meines Hirns gescheiterter Wille zur Produktivität.
- Für den treuen Leser: Ich habe die statischen Seiten dieses Blogs ein wenig überarbeitet. Möglicherweise eine abstruse und von schwelender Umnachtung hervorgebrachte Momentaufnahme, möglicherweise das Einzige, was man wirklich über dieses Blog sagen kann.
Ich bin übrigens wieder da.


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