trigami

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[Trigami-Review]

Update: Hab noch ein bisschen rumgeklickt und entdecke auf der Hauptseite von Surfino, hier, doch noch eine Desgin-Vorschau. Gut, dass es sie gibt, also muss ich die Kritik an ihrem Fehlen zurückfahren. Hier hätte ich sie aber nicht erwartet.

Ich habe mir schon lange überlegt, mit neben dem Blog eine private Homepage einzurichten. Hat keinen bestimmten Grund, macht nur Spaß. Ist aber auch anstrengend. Surfino bietet da eine sehr nette Diensleistung: Für lau kann man sich nach dem Baukastenprinzip schnell und einfach seine Homepage einrichten. Wer ein bisschen mehr Geld in die Hand nimmt, bekommt auch ein bisschen mehr. Speicherplatz, individuelle Betreuung durch Surfino, das eigene Corporate Design. Ich teste das ganze jetzt mal mit dem neuen Angebot von Surfino: Exklusiv-Tarfi für 19,90 im Monat mit unbegrenzten Unterseiten, unbegrenzten Fotos und eigenem Firmendesign. Los geht’s.

Aller Anfang…

… ist kein bisschen schwer. Ich bekomme eine Email mit der Adresse der für mich eingerichteten Page, Zugangsname und Passwort. Außerdem noch eine Email, in der ich kurz eingeführt wird, mir ein persönlicher Ansprechpartner bei Surfino zugeteilt wird - toll, ich bekomme das Gefühl, die nehmen mich tatsächlich ernst. Ich komme zum Assitenten zur Seitengestaltung und muss nur in vorgefertigte Felder reintippen oder Kästen anklicken. Alles sehr sehr einfach und intuitiv. Bei der Auswahl des Designs ein erstes Ärgernis: Ich soll ein Design auswählen auf Basis einer Liste, wo keinerlei Vorschau für das jeweilige Design angezeigt wird. Kann ich da vielleicht später noch was dran drehen? Steht nicht da, ich nehm erstmal Standard. Nachdem ich meine Unterseiten benannt habe, kann ich sie bearbeiten.

Das Dashbord

Aufgebaut ist das Dashbord von Surfino in etwa so, wie der Tellerrand bei Wordpress. Man kann seine einzelnen Seiten anklicken und sie in einem einfachen CMS bearbeiten. Neben diesen textlichen Elementen hat man verschiedene vorgefertigte Module, wie eine Fotogalerie, ein Gästebuch, Laufschriften, Kontaktformular u.ä. zur Verfügung. Problem dabei: Ich kann diese Module zwar schick bearbeiten, Bilder reinladen und Veranstaltungen planen, wie aber kriege ich das Zeug auf den Seiten platziert? Das Hilfevideo und die Texthilfe erklären zwar idiotensicher den Umgang mit dem CMS (das ähnlich aussieht wie ein einfaches Textbearbeitungsprogramm - und das sollte ja nun wirklich fast jedem bekannt sein, aber seis drum: im Zweifel für mehr Infos.), aber nicht die Koppelung zwischen den Modulen und meiner Seite? Ich klicke mich ein bisschen rum, finde viele nette Tools (Passwortschutz, Kommentarfunktion, wichtige und richtige organisatorische Einstellung wie automatisches Veröffentlichen von Inhalten etc.) aber nicht so richtig die Antwort auf meine Frage. Plötzlich lande ich bei einem alten bekannten, der Designauswahl: An dieser Stelle sehe ich zwar die Vorschau meines aktuellen Designs, klicke ich auf Design ändern, bekomme ich aber die selbe dämliche liste wie zu Beginn - ohne Vorschau. Muss ich das jetzt alles durchklicken und jeweils in der Vorschau meiner Seite ansehen, um mich zu entscheiden? Ich beschließe, dass ich dazu keine Lust habe. Auch wenn mir das aktuelle Design nicht gefällt.

In der sehr übersichtlichen Hilfe finde ich dann auch, wonach ich suche: Die Module lassen sich recht einfach auf verschiedene Seiten einbauen - mit einem Klick oben rechts. Habe ich beim erstem Mal einfach übersehen, kein Beinbruch, mir wurde ja geholfen.

Fazit

Nach ein bisschen rumklicken und gucken und machen, stelle ich fest, dass der Dienst zwar sehr einfach zu bedienen ist, aber dadurch auch ein bisschen auf der langen Leitung steht. Man muss immer wieder umständlich und oft ohne einfachen Klick in den Vorschaumodus. Was für ein Blog noch funktioniert, geht mit so verschiedenen Modulen einer richtigen Homepage irgendwie schwerfällig. Mag in der Natur der Sache liegen und ist bei Surfino durchaus nicht unklug gelöst - aber irgendwie so richtig Lust, mich damit zu beschäftigen, macht mit der relativ langatmige Umgang nicht.

Die Idee, eine Homepage für kleine Firmen oder begeisterte Menschen mit Hobby anzubieten und diese so einfach wie möglich gestaltbar zu machen, gefällt mir. Auch ist der Umgang mit dem Bearbeitungtool recht intuitiv - aber umständlich. Großes Minus für die fehlende Vorschau bei den Designs. Wenn man aber, was im Exklusiv-Paket drin ist,  das ganze durch Surfino verwalten lässt (plus die Erstellung eines Designs nach dem eigenen CD versteht sich), ist das ein preislich sehr günstiger Dienst, den man nutzen sollte, bevor man als kleine Firma oder Hobby-Aquarist ein hässliches HTML mit bewegtem Hintergrund selbst zusammenbastelt.

Das, was ich kurz versucht habe, findet ihr übrigens hier. Vielleicht baue ich das nochmal aus, aber ich brauche länger, mich einzufitzen, als ich dachte. Ich vermelde Fortschritte aber hier.

[Trigami-Review]

Bei Dastronauten.de stellen User sich mit ihren Profilen, Fotos und Videos vor, machen sich beliebt und werden von der Community zum Astronauten gewählt. Klingt verrückt, ist es auch: Die Leute stimmen per SMS (kostet 50 Cent) ab, wer ihr Favorit auf den Astronauten-Job ist und jeden Tag gibt es einen Sieger. Am Ende wird aus diesen Tagessiegern dann der Dastronaut ermittelt, dem die Betreiberfirma des Portals einen 200.000 Dollar teuren Weltraumflug bezahlt. Sollte das Geld in drei Monaten nicht zusammenkommen, wird es “Jugend forscht” gespendet. Klingt irgendwie nach einer guten Idee, eine endlich mal profitable Community aus dem Web2.0-Acker zu stampfen, hat aber für mich einen ganz fiesen und auch sehr fahlen Beigeschmack.

Das Technische

Das Portal zunächst ist erdkugelblau, übersichtlich und kommt mit unverständlicherweise immer noch hippen Web2.0-Spiegeldesign daher. Man findet sich schnell zurecht und klickt sich auch fix mal durch ein paar User. Alles easy, netter Zeitvertreib. Die Anmeldung geht einfach und unkompliziert - sogar ohne Bestätigungsemail. Dumm ist aber, dass mir mein Passwort einfach so angezeigt wird, im Contentbereich einer Seite, die ich mit einem falschen Klick einfach zuklicken kann - was mir pompt passiert. Verzeihbarer Fehler, wurde mir doch die das Passwort schnell per Email geschickt. Nun kann ich mein Profil bearbeiten, was mir schön Schritt für Schritt erklärt wird und intuitiv bedienbar ist. Ich kann Videos einstellen, mit anderen Nutzern in Kontakt treten, rumgucken, voten (ab 30. Juni, dann ist Startschuss), kann mir Favoriten unter den Usern speichern, per RSS die neuesten Beiträge der 10 besten User abonnieren - lauter feine Spielzeuge dabei und ich bin schnell und einfach Mitglied einer Community, die wirklich mal Sinn macht. Fazit: Bis hier hin abgesehen von ein paar zu vernachlässigenden Mankos alles schick, das Web2.0-Handwerk und den Umgang mit Communities verstehen die Macher von Dastronauten.de.

Das Inhaltliche

Nun zu meinen schlimmen Bauchschmerzen, die mir das Portal macht. Es geht hier darum einen Weltraumflug zu gewinnen - und dazu werde ich so gut wie nicht aufgeklärt: Was ist ein “suborbitaler Flug”? Wer ist der “Fluganbieter”? Hier Ross und Reiter zu nennen, darum drückt sich das Team konsequent - aus gutem Grund, wie wir gleich sehen werden. Ist das alles überhaupt sicher? Wie kann ein Weltraumflug nur 200.000 Dollar kosten, wenn Dennis Tito noch 20 Millionen Dollar zahlte? Steckt das nicht noch alles in den Kinderschuhen, Weltraumtourismus und so? Diese wirklich sehr wichtigen Fragen - schließlich geht es hier im Zweifel um mein Leben! - beantwortet das Portal mit einer lächerlichen Linkliste! Und noch einer! All das, was hier schamlos und lieblos outgesourct wird, müsste ein Hauptinhalt des Portals sein. Auch der Blog von Dastronauten.de hilft da nicht weiter, im Gegenteil, er ist sogar noch lächerlicher als die Seite selbst:

Wir werden von Freunden immer wieder gefragt was suborbitale Raumflüge denn sind (wir dachten fälschlicherweise alle würden es wissen;-)

Hier ein Link zum SOI (SubOrbital Institute) wo das Thema gut erklärt wird - leider nur in Englisch: http://www.suborbitalinstitute.org/

 

Erklärung outgesourct. In Englisch. Ähnlich wie chinesische Bedienungsanleitungen, fällt mir da ein.

 

Ich habe also selber mal ein bisschen recherchiert, um meine Fragen zu beantworten. Beim suborbitalen Flug erreicht man eine Höhe von etwa 100 Kilometern. Das ist sehr hoch, aber noch lange nicht in einer Umlaufbahn. Also kein echter Weltraumflug. Das ist ein Unterschied von fast 20 Millionen Dollar, aber für Dastronauten.de kein Grund darauf hinzuweisen. Es gibt einen Fluganbieter, Virgin Galactic, der von sich sagt, er könne schon “7000 Interessenten für einen Flug zum Preis von rund 200.000 US-Dollar vorweisen”. Na, das ist ja ein Ding, 7000 Anmeldungen schon, der Hammer! Wenn man bedenkt, dass es den Dienst noch gar nicht gibt, auf den sie sich angemeldet haben. Fliegen sollen die 7000 mit dem privat enwickelten Raumschiff SpaceShipTwo. Wann, darüber ist man sich nicht so einig. Ende 2009/2010 soll es wohl losgehen. Ende 2007 sollten Testflüge sein - war was? Nicht nach meinen Recherchen. Da ist immer nur die Rede von “angekündigt” und “geplant”. Das Vorgänger-Modell, SpaceShipOne, hatte seinen letzten Testflug übrigens im Oktober 2004.

 

Alles also sehr vage, zumindest nach einer kurzen Recherche. Das muss ja so nicht zwingend stimmen, Virgin Galactic kann ja ganz hervorragend im Zeitplan liegen, die Flüge schon gebucht sein und ich weiß nur nichts davon. Oder vielleicht ist Virgin Galactic gar nicht der Anbieter, den Dastronauten.de nutzt, sondern das Portal vertraut auf einen Underdog, der schon viel weiter ist in der Entwicklung, als der “Marktführer”? Kann alles sein - nur sollte ich das als User und potentieller Astronaut wissen! Dass Dastronauten.de zu all dem schweigt, ist bodenlos unprofessionell. Es entsteht der Eindruck, als gehe es den Betreibern mitnichten um diese ganze Weltraumsache, sondern nur um das schnelle Werbe-Web2.0-Geld. Die Macher müssen ja nicht zwingend Weltraumtechnik studieren, aber sie sollten Bescheid wissen. Tatsächlich tun sie noch nicht mal so, als wüssten sie, wovon sie reden. Das ist sehr schade, ich hatte mir mehr erwartet. So fällt das Portal trotz gutem Ansatz kompromisslos durch.

 

[Trigami-Review]

Der Dollar verliert gegenüber dem Euro scheinbar rasant, der Ölpreis steigt gleichzeitig auf Höhen jenseits zumindest meiner Vorstellungskraft. Das ist schlecht für den deutschen Export und die Autofahrer und überhaupt ist das Leben ja zum Heulen. Die berühmte zweite Seite der Medaille glänzt aber auch in diesem Fall: Niedriger Dollar = billig einkaufen in z.B. den USA.

Das hatte bisher einen Haken: Wer nicht gerade zufällig USA-Urlaub macht, wenn der Euro mal wieder eine neues Rekordhoch erreicht, der muss sich die gewünschte Ware schicken lassen. Nun ist das ja nicht wie bei der Deutschen Post, die für euer Paket ein bisschen mit Thomas Gottschalk von Frankfurt nach Leipzig jettet, sondern das kostet richtig, manchmal mehr als die Ware selbst. Und obendrein liefern Onlineshops aus den USA manchmal auch überhaupt nicht nach Europa.

Hier schlägt die Stunde für BPM-Lux. Die sorgen dafür, dass man eine virtuelle Postadresse in den USA bekommt (um beim Beispiel zu bleiben, das ganze funktioniert in fünf weiteren Ländern), zu der die Ware geschickt wird. BPM-Lux leitet das ganze dann nach Deutschland weiter - was erstens das Lieferproblem nach Europa aus dem Weg räumt und zweitens nen ganzen Zacken billiger sein soll. Schick!

BPM-Lux bietet noch eine ganze Menge anderer Sachen an und da fängt für mich ein bisschen das Problem an: In eurem virtuellen Postfach kann auch anderes Zeug, ganz normale Briefe zum Beispiel, empfangen werden. Seit ihr gerade nicht zu Hause, scannt BPM Lux das Zeug für euch ein und ihr könnt es online lesen. Im englischen wird das “mail forwarding” genannt, ein Begriff, den ich durchaus schon mal gehört habe: möglicherweise bereits Standard in anderen Ländern? Damit wäre zumindest mein erstes Problem beantwortet, nämlich das nach der praktischen Anwendung: Braucht das jemand? Wo es hier sicher irgendeine Nischen-Zielgruppe gibt, ist mein anderes Problem ein viel größeres: Auf den Seiten von BMP-Lux fühle ich mich weit ins Zeitalter vor dem evolutionärem Sprung des WWW mit Hilfe des Web 2.0 zurückversetzt. Die Erklärungen der einzelnen Angebote sind grafisch wenig ansprechend umgesetzt und für einen hektischen Surfer der Generation Google wie mich gar nicht in einem angemessenen Zeitrahmen erfassbar. Klar, gut Ding will Weile haben und ein gutes Produkt muss vielleicht nicht mit technisch und grafisch einwandfreier Umsetzung glänzen - könnte es aber. Und man ist es halt so gewöhnt. Unverzeilich jedenfalls ist es, dass ich auf der Startseite in Stichworten ein paar Brocken hingeworfen bekomme, und wenn ich, bereits nach selbigen lechzend auf “Mehr Informationen” klicke, kriege ich eine vorsteinzeitliche Liste mit Häckchen, abgestuft nach den Tarifen der BPM, wo die einzelnen Angebot ebenso kurz (in ein/zwei Worten) beschrieben sind. Um meine Fragezeichen im Kopf zum Gehen zu überreden, muss ich erstmal den Link zu den einzelnen Tarifen finden und erst hier wartet eine wirklich gut gemachte Grafik auf mich, die mir zusammen mit ein bisschen verständlicherem Text die ganze Sache erklärt. Jetzt weiß ich wirklich Bescheid - für meinen Geschmack aber etwas zu spät.

Das Angebot von BPM Lux ist freilich nicht kostenlos. Aber durchaus bezahlbar für den Service.

Fazit: Ein sehr nettes Tool, vor allem für die, die oft in Übersee bestellen. Auch die anderen Angebote haben in der Jetsetter-Welt sicher ihre Zielgruppe. Schade, dass so ein wirklich nützliches Produkt fast schamhaft unter einer Mittelklasse-Website versteckt wird. Wenn BPM daran noch arbeitet, dann kann man hier von einer rundum gelungenen Geschichte sprechen.

[Trigami-Review]

Über ViiF habe ich schon gestern ausführlich berichtet. Das Wichtigste dazu nochmal kurz zusammengefasst:

ViiF ist “die erste Handycommunity Deutschlands” und hat ihr Headquarter konsequenterweise in Berlin, gleich am Alexanderplatz, wie diese schöne Grafik stolz beweist. Das für mich interessanteste Tool, was sie in ihrem doch recht großen Portfolio anbieten ist so eine Art Twitter fürs Handy: Unterwegs können Videos aufgenommen werden und direkt ins Blog “geViiFed” werden. Kosten tut das ganze das, was der Anbieter üblicherweise für einen Videoanruf verlangt, bei T-Mobile sind das momentan satte 58 Cent in der Minute, O2 ist kostenlos, das hat wohl ViiF so eingefädelt.

Luft nach oben

Cool ist die Idee an sich schon, zumal das ganze ohne Internetzugang und zusätzliche Software funktioniert. Die Frage nach dem Nutzen stellt sich sicherlich: Bei den quasi in Echtzeit auf dem Blog eingebundenen Handyvideos ist es wie mit dem Bloggen selbst: Wirklich Sinn macht es oft nicht, dafür aber ne Menge Spaß. Was den Nutzen von TV-Sendungen angeht, die man sich per ViiF aufs Handy holen kann: Zur Zeit noch ein reiner Zeitvertreib, da Sender wie Pro Sieben oder Sat.1 nun nicht so unbedingt der Burner sind. Da sollte schnell mehr kommen, um das Angebot attraktiver zu machen. Aber ViiF ist ja noch Beta - da kommt sicher noch was nach.

Auch ein bisschen Social Network?

Grün und orange - das sind die bestimmenden Farben auf dem ViiF-Portal. Das sticht nun nicht sonderlich heraus, scheinen grün und orange doch die In-Web-Farben momentan zu sein, besonders in der Zielgruppe zwischen 15 und 25 Jahren. Ansonsten ist man als neuer Besucher erstmal ein bisschen überfordert mit all den verschiedenen Angeboten von ViiF. Aber das legt sich schnell, denn man merkt fix, dass die Seitenstruktur keine allzu ausurfernde ist und findet sich dementsprechend gut zurecht. Zudem sind alle Funktionen anschaulich mit Bildchen oder Videos erklärt.

Neben den Erklärungen zu den Diensten selbst hat man als angemeldeter User - ganz klassisch - einen Bereich “Mein ViiF”. Sieht auf den ersten Blick aus wie ein weiterer Versuch, ein Nutzen-Portal mit so unsäglichen SN-Elementen zu versehen: Mein Profil, meine Gruppen, meine Kontakte, meine Videos. Auf den zweiten Blick ist da aber nicht viel dahinter, man kann seine Bekannten einladen und sie in Gruppen einteilen. Außerdem findet man seine eigenen hochgeladenen Videos und im Profil kann man sein Handymodell angeben. Warum man nun auch noch seinen echten Namen und Adresse angeben KANN - naja, geschenkt. Ich wirble da hier nun nicht noch sinnlos Staub auf in solchen Sachen. Muss ja eigentlich nicht sein sowas, is aber nun auch nicht so dramatisch. Lob jedenfalls dafür, dass diese SN-Funktion nicht so ausufernd ist, ich hoffe da ist auch kein Ausbau geplant. Das ist sinnlos, setzt sich auf einem Nicht-SN-Portal nicht durch und ist damit schlicht ein verzweifelter Versuch, Klicks zu generieren.

Final Fazit

Nette Idee, für mich wäre schlicht die Nutzung dieses Players im Blog von Bedeutung (der übrigens immer noch piept und den Code durcheinander bringt, liebe Leute von ViiF, was’n das?). Die Sache mit den Fernsehinhalten ist mir persönlich noch zu unausgegoren, könnte aber wohl was werden. Weil die Idee an sich, die mit den Inhalten aufs Handy über Anruf, so einfach wie gut ist.

Preisfrage: Was bedeutet die Abkürzung ViiF? Wer das rausfindet, kriegt’n Keks. Wer’s mir sagt, auch.

[Trigami-Review]

Wie ich ja hier schon erwähnte, hat ViiF ein wirklich sehr umfangreiches Portfolio an Angeboten. Da ist es sehr klug, sich mit den Angeboten im Einzelnen zu beschäftigen.

Nachrichten aufs Handy - einfach so

ViiF bietet neben der bereits ausführlich beschriebenen und bewerteten Video-Twitter-Funktion das Angebot, sich einfach per Videoanruf aktuelle Nachrichten oder Unterhaltungsprogramme aufs Handy zu holen. Das ist eine sehr einfache Technik die ohne zusätzliche Software auf dem Handy auskommt und vor allem ohne Internetzugang, was ich noch immer am beeindruckensten und besten an dieser Idee finde. Kostenpunkt: Mit O2 nix, mit Vodafone und 39 Cent und mit T-Mobile 58 Cent. Noch steht da auf dem Portal und bei dem Preis sollte auch daran gearbeitet werden, dass sich das sehr bald ändert. Allerdings: Das sind schlicht die Kosten für einen Videoanruf beim jeweiligen Anbieter, dass O2 kostenlos ist, ist eine ViiF-Aktion. Wenn sich die Anbieter nicht bewegen, werden sich wohl auch die Preise fürs ViiFen nicht bewegen, nehme ich an.

Das Portal erklärt hier, wie so ein Videoanruf funktioniert. Hübsch, mit Vidoes zu einzelnen Handy-Typen. Sehr hilfreich! Bisher allerdings nur von der Idee herm, werden doch nur Nokia-Handys dargestellt und bei denen ist es auch noch beinah immer gleich (logisch) - das ist ein bisschen lächerlich und wird Nutzer andere Handymarken eventuell frustrieren. Obwohl man an dieser Stelle anmerken sollte: Wer ViiF nutzt, kennt sich aller Wahrscheinlichkeit nach mit seinem Handy und so aus. Ohne eine gewisse Technikaffinität komme ich kaum auf die Idee, die Dienste überhaupt in Anspruch zu nehmen.

Das Angebot

Leider bin ich immer noch gehandicapt wegen einem fehlenden UMTS-Handy. Und leider finde ich auch so schnell auf dem Portal nicht, woher die Videos kommen, die ich mir da auf meinem Handy ansehen kann. Einziger Hinweis: Es handelt sich umVideos aus den Kategorien Nachrichte, Unterhaltung, Sport und Specials. Mit einen bisschen Recherche ist aber auch diese Frage fix geklärt: MTV und die ProSiebenSat.1-Group sind auf dem ViiF-Bord. Na holla, das ist durchaus beachtlich! Frage: Was kann man sich da ansehen? Alles? Gar vor der Ausstrahlung? So wie es sich anhört? Das wäre wirklich ein sehr sehr breites und bewundernswertes Angebot, zumal die Möglichkeit zum Zappen innerhalb der Programme besteht - und das bei O2 ja kostenlos, also wirklich ein netter Zeitvertreib.

Nutzenanalyse

Gut, nun mal weg von der ganzen Euphorie, die mich ob der wirklich guten Grundidee und dem auch recht umfangreichen Angebot erfasst hat: Was bringt mir diese Funktion wirklich? Mir persönlich wohl nicht viel. Ich habe kein UMTS-Handy und selbst wenn ich es hätte: Wie gut sind schon die Handys, die ich mir als armer Studen leisten könnte? Wie gut kann ich mit deren Displays “fernsehen”? Zudem: Ich mag meinen iPod. Er ist von der neuesten Generation, hat ein sensationell hoch auflösendes und helles Display und kann gänzlich kostenlos und unabhängig von Handyempfang Videos abspielen. Sein Nachteil: Ich muss vorher wissen, was ich unterwegs sehen will und die Nachrichten beispielsweise sind dann auch nicht mehr so brandaktuell wie beim ViiFen. Dennoch, für mich persönlich: Eher uninteresant der Dienst, zumal ich normalerweise weder MTV noch ProSieben oder Sat.1 schaue, da muss schon noch ein besseres Angebot her als diese, naja, qualitativ nur am Minimun kratzenden TV-Programme.

Ganz allgemein: Ein nettes Tool für jeden mit UMTS-Handy, Informationsbedarf und Privatfernseh-Schauer.

Twitter füs Handy

[Trigami-Review]

ViiF macht was mit Handys. Und Videos.Und TV-Streaming Und SMS. Und das ganze bei O2 kostenlos!

Per Handy den Lesern Bescheid sagen

Zunächst mal ein recht unübersichtlicher Produktepool, beim genaun Hinschauen allerdings kristallisiert sich schnell heruas, was ViiF, “die erste Handy-Community Deutschlands” so alles anbietet. Tool Nummer 1: Handyvideos direkt vom Handy auf den Blog. Schnell und ohne Internetzugang. Auf seinem Blog baut man sich den ViiF-Player ein und dort werden automatisch und ohne eine zusätzliche Software, weder auf Handy noch auf Blog, deine aktuellen Videos eingespeist. Wie Twitter quasi. Nur für Videos. Durchaus eine Idee mit Potential wie ich finde. Bin ich auf einer Reise, fernab jeden Internets und will meine Blogleser und Freunde wissen lassen, was ich gerade tue. Wie das geht, erklärt das Portal sehr einfach hier: Videoanruf bein ViiF, Video aufnehmen,Video schicken, Video ist auf dem Blog.

Bei O2 kostenlos. Uns sonst so?

Der ganze Dienst ist für O2-Leute kostenlos. Was er sonst so kostet, lässt sich in der Hilfe schnell und ohne großes Rumgerede herausfinden: E-Plus und Vodafone 39 Cent pro Minute und T-Mobile 58 Cent pro Minute. Das ist ganz schön happig, scheint aber nicht mehr so lange zu bleiben zu wollen, denn es steht “noch” da. Ich finde, dass sollte schleunigst in Angriff genommen werden, denn mehr als 50 Cent in der Minute würden mich abschrecken.

Tja, ich bin ja glücklicherweise O2-Kunde - also die Sache fix mal ausprobiert. Anmeldung geht leicht, man findet nach der ersten Überfrachtung mit verschiedenen Angeboten schnell durch das Portal. Alles ist schön mit Bildern erklärt und die Bedienung ist intuitiv. Die Anmeldung geht quasi in Echtzeit - kaum hab ich auf den “Paasswort anfordern”-Button gedrückt, klingelt auch schon mein Handy - für’s Erste recht beeindruckend.

Der ViiF-Player für mein Blog

Nun also will ich das mal testen. Irgendwie funktioniert die Funktion Qucik Post nicht recht: Ich gebe Wordpress-Nutzernamen und Passwort sowie einen Titel für den Post ein - und immer wieder krieg ich “Post failed.” Nicht so dramatisch, man kann den Player auch per Hand einfügen, was mir eh lieber ist, so entsteht nicht Unnötigerweise ein einzelner Post mit dem Player drin. Hier also ist das Ding:

Nun versuche ich das mal mit meinem Handy. Videoanruf, Video aufnehmen, ans Blog senden. Leider stelle ich fest (und das hätte ich schon eher feststellen können): Mein Handy unterstützt keine Videoanrufe. Schade eigentlichFazitDie Idee finde ich gut, bin wirklich ein bisschen traurig, dass das nicht klappt mit meiner alten Krücke von Handy. Ohne UMTS aber gehts halt nicht, steht auch in den ViiF-Hilfen. Das Portal: Nach anfänglicher Unübersichtlichkeit findet man sich fix zurecht und alles wird sehr schön und umfassend erklärt.Edit: Was mich ein bisschen nervt: Dieses “ding ding” auf hoher Frequenz, immer wenn ich mein Blog öffne. Liegt sicher an dem Player. Kann man das abstellen?

Edit No. 2: Mein Code für diesen Beitrag wird jedesmal, wenn ich das Blog neu lade, irgednwie mit mehr Code-Anteil für den Player “verschmutzt”, als ich ursprünglich rein kopiert habe. Kann das sein und was tut man dagegen? Außerdem zerhauts das Layout ständig. Arg!

Ärzte gutfinden

[Trigami-Review]

Ich ziehe ja um. Wissen inzwischen die meisten. Mich umtreiben da eine Menge Fragen: Wo ist das nächste Kaufland? Welchen Weg nehme ich zur Arbeit? Wo ist der nächste Park zum sonnen? Wo bekomme ich gute Wochenend-Frühstücksbrötchen her? Und unter anderem auch: Wo geh ich zum Arzt? Ich muss ja recht oft zum Arzt. Die Nase läuft, die Ohren schmerzen, die Haut juckt - naja, und dann noch die ganzen Routine-Geschichten: Zahnarzt, Gynäkologe… man kennt das ja.

“Von Patienten empfohlen”

DocInsider will Abhilfe bei diesem Suchproblem schaffen. Denn bei Ärzten ist ja nicht damit getan, dass man Google Maps aufschlägt, seine neue Adresse eingibt und dann halt zu dem geht, der am nächsten liegt. Man will wissen wie der Arzt so ist. Ein grummeliger? Verschreibt er gleich bei jedem Zipperelin Antibiotika? Gab’s schon schlimme Fehldiagnosen? Antworten auf diese Fragen bekommt man wohl am ehesten von Ex- oder Nochpatienten. Das ist auch schon das ganze, wie ich finde gute Prinzip von DocInsider. “Von Patienten empfohlen” lautet der etwas hölzerne Unertitel, ist aber zumindest selbstbeschreibend. Patienten finden ihren Arzt (oder auch einen anderen Gesundheitsberuf: Physiotherapeut, Hebammme, etc.) in der Datenbank oder tragen ihn ein und geben dann eine Bewertung ab - in Textform auch, damit man sich was konkretes vorstellen kann. Andere, die wissen wollen, wie dieser Arzt so ist, lesen die Bewertung und gehen dann zu ihm hin - oder halt nicht. Daneben gibt’s noch so eine Art Forum, wo man sich von anderen Usern Gesundheitsfragen ala “Kennt jemand Colostrum oder hat schonmal was davon gehört!!” oder “Was kann ich selber zur Schmerzlinderung tun?” beantworten lassen.

Fazit zum Prinzip: Einfache Idee, aber mit großem Nutzwert wie ich finde. Zusätzliches Plus: DocInsider will nach eigenen Angaben die festgefahrenen Marktstrukturen im Gesundheitswesen auflösen. Ich als alter Wirtschaftsliberalist kann da natürlich nur applaudieren: Viel zu viele Menschen nehmen zu lange Wartezeiten in Kauf, zu unfreundliche Schwestern, zu schnelle Abfertigung im Wartezimmer - nur weil sie schon seit Jahren bei diesem Arzt sind oder sonst einen ominösen Grund haben, gut mit der Straßenbahnlinie xy zu erreichen oder was weiß ich. Deshalb: Frei Arztwahl muss auch mal in die Köpfe, damit sich einige Ärzte, die glauben: “Ich hab Praxis und Patienten, was will ich mehr?” mal n bisschen anstrengen.

So, dass zum Pathos. Jetzt also der Selbstest: Ich ziehe nach Dresden und will einen neuen Zahnarzt. Let’s go, DocInsider.

Die einfache Suche

Auf der Seite wird man mit der Nase auf eine einfache und intuitive Suchmaske gestoßen. Ich gebe “Zahnarzt” in “Dresden” ein und bekomme 564 Ergebnisse. Nicht schlecht, denke ich mir, stelle aber schnell fest, dass zum Beispiel auf der ersten Seite nur 3 Zahnärzte bewertet sind. Ich versuche die Zahnärzte nach Bewertungen zu sortieren - was zu meinem Ärger nicht gelingt, bei allen anderen Kriterien (Name, Fachgebiet) geht es, auch wenn ich andere Suchanfragen teste. Gut, ich klicke mich also durch die Seiten und stelle nach der zehnten fest: Viel mehr als die drei Bewertungen auf der ersten Seite gibt es nicht. Mmh. Manko also, dass das Portal noch keine ausreichende Datenbank hat. Das ist sehr schade und würde mich quasi als Neuuser sofort wieder verschrecken. Ich als Rezensent weiß natürlich: Das Portal is jung, wird noch wachsen, da darf man nicht so streng sein. Die drei Bewertungen sind gut und ausführlich, die Stichprobe mir allerdings zu wenig. Plus bei der Suchanfrage, obwohl fast schon Standard: Die Karte, auf der die Suchergebnisse eingezeichnet sind.

Die Registrierung

Mal sehen, was DocInsider für registrierte Nutzer zu bieten hat: Man kann zwischen einfacher und erweiterter Registrierung wählen. Zweiteres erschließt sich nach einem Klick: Adresse und so weiter muss angegeben werden - dann also die einfache Registrierung. Läuft alles ganz locker, gar ohne Email-Aktivierung. Sekunden später bekomme ich lediglich eine Infomail mit meinen Daten: Ist allerdings recht wertlos, weil mein Passwort nicht drinsteht. Sowas mag ich nicht, wozu ist dann so eine Email da? Zumal ich dauernd meine Passwörter vergesse und dann gern auf solche Mails zurückgreife. Egal. Kleines Manko. Weiter also: Nächstes Ärgernis: Obwohl ich noch genau weiß, was mein Passwort war, kommt bei der Anmeldung dauernd die Fehlermeldung:

Sie konnten nicht erfolgreich angemeldet werden.

WTF? Ich bin genervt, schreibe aber eine Email an den Support (was ich im Normalfall nie machen würde, sondern einfach weiter ziehen). Ich erscheine auf der Startseite bei “Neueste DocInsider”, kann mich aber nicht einloggen. Abstrus! Sollte ich demnächst noch Antwort vom Support bekommen, werde ich das hier in der Rezension ergänzen.

Frage stellen

Auch unangemeldet kann man eine Frage stellen, die andere User dann beantworten. Das versuche ich, werde aber mit Millionen Fehlermeldungen (Schreiben Sie einen Text, Wählen Sie eine Kategorie aus..) genervt. Meine Frage lautete: “Ich kann immer schlecht einschlafen. Was tun?” Was bitte soll ich da noch extra eine Facharzt-Kategorie eingeben oder einen Beschreibungstext? Is mir viel zu anstrengend!

Fazit

Die Idee gefällt mir gut, allerdings ist quantitativ noch zu wenig los auf den Portal, nach eigenen Aussagen 10.000 Bewertungen - ich weiß nicht, wie viele Ärzte es in Deutschland gibt, aber das erscheint mit wenig. Wie wärs mal, wenn man externe Firmen damit beauftragt, nach Schreibern zu suchen bzw. verschiedene Schreiber anzubieten, die dann verschiedene Ärzte, vor allem in den Großstädten bewerten? Dann wäre halt schon mal was los für den normalen User und er nicht sofort enttäuscht. Großes Manko natürlich bei mir die Sache mit der Anmeldung, aber das ist vielleicht ein Einzelproblem, dass will ich mal nicht so stark betonen. Aber ein bisschen umständlich (s. Fragestellung) ist das Portal dennoch. Also: Gute Idee, arbeiten sollte das Team von DocInsider an der Quantität der Bewertungen und an der Einfachheit des Portals.

[Trigami-Review]

Die Werbebranche ist in der Krise. Man kennt das ja: Fernsehwerbung wird weggezappt, der Markt für grafische Online-Werbung hat zwar 2007 einen Rekordumsatz von beinah 1 Milliarde Euro erzielt, aber mit einem Werbeblocker oder schlicht dem geübten Internet-Auge kann jeder Layer, jeder Skyscraper oder die Google-Anzeigen in der Sidebar ausgeblendet werden. Weil das kein Geheimnis ist, schießen alternative Werbeanbieter wie Pilze aus dem Boden. smaboo gehört dazu, macht aber einiges besser als die anderen.

Die Wortneuschöpfung

smaboo ist ein Web-Start-up, gegründet 2007 in Zürich, die Macher haben’s inzwischen aber schon nach Berlin geschafft und ziehen bald von Charlottenburg nach Mitte - was sonst. Die Idee ist, Laptops von Studenten auf der Rückseite mit Aufkleber zu bestücken. Der Clou: Dafür kriegen die Promoter, so nennt smaboo seine Mitarbeiter, Geld. Laptop-Rückseite als Plakat sozusagen. Den passenden Anglizismus liefern die Macher gleich noch mit: Embedded Branding nennen sie ihre Werbeform, Werbung in der Zielgruppe durch die Zielgruppe. Ich hoffe, das haben sie sich schützen lassen, denn wenn die Sache gut läuft, könnte der Begriff ähnlich einschlagen wie einst Merchandising oder in jüngerer Zeit Affiliate. Bei Google jedenfalls ist smaboo mit seinem Begriff schon ganz groß.

Raum zum Wachsen

Noch ist die Plattform nur auf Einladung zugänglich, das soll sich aber wohl bald ändern. Es sollen auch noch mehr Werbeflächen als die Laptop-Rückseite hinzu kommen - da bin ich durchaus gespannt, welche Ideen da in der Pipeline sind. Es gab/gibt bisher nur zwei “echte” Kampagnen, beide sind ausgebucht. Zur Zeit läuft noch eine Eigenwerbekampagne, auf die man sich als Promoter bewerben kann. Insgesamt ist smaboo noch recht elitär und klein, an 19 deutschen Unis wird derzeit geworben. Aber ich glaube, es steckt genug Potenzial in der Idee, dass sich das durchaus schnell ändern kann.

Glaubwürdige Glaubwürdigkeit

Die Idee an sich begeistert auf den ersten Blick, auf den zweiten ist sie genial: smaboo setzt gekonnt auf wenig Arbeit (*beimkaffeetrinkengeldverdiener* als Slogan) und Nischen. Geworben wird in einer engen Zielgruppe (Studenten). Zudem kann der Werber Kampagnen lokal auf einzelne Hochschulstandorte eingrenzen. Hier ist eine klare Zielstellung und Profilierung des Werbers gegeben, Streuverluste werden minimiert - und das nicht nur als schlüsselreizende Modefloskel, sondern als mit dem Prinzip tatsächlich möglich.

Ein weiteres großes Plus der Idee ist die Glaubwürdigkeit. Wer sich so’n Kleber auf’n Laptop macht, macht nicht nur Werbung, sondern gibt ein soziales Statement ab. Und die Promoter dürfen sich Kampagnen der Marken aussuchen, für die sie mit bestem Gewissen einstehen können. An dieser Stelle sehe ich aber auch ein großes Manko von smaboo: Es müssen quantitativ und vor allem qualitativ hochwertige Kampagnen angeboten werden, damit dieses Plus der Glaubwürdigkeit nicht verloren geht. Mit hitflip oder debitel würde ich mich zum Beispiel freiwillig (d.h. ohne dafür Geld zu kriegen) nicht schmücken - mein Laptop zieren unter anderem Aufkleber von topdollar, Fritz vom rbb, Converse und carhartt. Und solche “coolen” Sachen ran zu kriegen, wird schwierig werden. Wie man an meinem Beispiel sieht, kriegen die ihre Werbung auf den Laptops dieser Welt ja schließlich kostenlos. Da könnte man vielleicht drüber nachdenken, den Spieß zusätzlich zur Grundidee einfach umzudrehen: Einen Aufruf starten, wer hat einen Kleber von Marke xy am Laptop? Die Leute schicken Bilder ein, wenn’s genug sind, wird das der Marke vorgelegt und vorgeschlagen: Zahlt doch mal dafür! Das als fixe Idee, geboren während ich in meine Tastatur hackte.

Wofür steht die Seite?

Die Website von smaboo hat mich gleich angemacht. Die Farben sind frisch, nur im Logo ist ein klein wenig dieser unsägliche Web 2.0-Spiegeleffekt zu erkennen und das Prinzip hinter smaboo erschließt sich sofort. Alle Fragen, die dann noch offen bleiben, werden nach ein/zwei Klicks kurz, knapp und verständlich beantwortet.

Eine Sache wäre da aber noch: Sicher, wenn ich mich als Promoter bei smaboo anmelde, dann muss die Startseite auch auf meine Bedürfnisse und Ziele ausgerichtet sein. Nur gibt es für Werber andere Startseiten? Wie werden diese durch smaboo bedient? Der Seitenaufbau, den ich von smaboo kenne, ist ganz deutlich und beinah ausschließlich auf die Promoter ausgelegt. Als Werber muss ich mich erst durch die Navigation klicken, um zu erfahren, was ich wissen will - und das mache ich bekanntlich nicht - viel zu aufwändig. Darin, die Werber UND die Promoer mit einer guten Internet-Präsenz gezielt anzusprechen, sehe ich noch ein Problem.

Fazit: Feine Idee, die es durchaus zu was bringen kann, wenn man noch an ein paar Schwächen wie die Bewahrung der Glaubwürdigkeit oder die inhaltliche Ausrichtung der Web-Präsenz arbeitet. Und wachsen muss smaboo noch. Wer Lust hat, als Promoter mitzumachen, bekunde das doch in den Kommentaren, ich lade euch dann ein.

Das sagen die anderen

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