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Da warnt aber jemand, der echt Ahnung zu haben scheint!

David Lynch macht Werbung für das neue iPhone. “Get real”. Ich hau mich weg. Das von Lnych, zu geil. Gesehen hier.

Hab mich nicht immer wohlgefühlt dabei, in den vergangenen Tagen. Nicht aus mangelnder Kreativität oder Lust oder aus Gründen wie ihre, sondern einfach weil ich nicht wusste, wohin. Wohin mit Casus Belli. Tagelang nach Themes gesucht, nach SEO-Optimierungen, Bookmark-Plugins, Klickzahlensteigerungsmöglichkeiten. Wie in einem Rausch auf der Jagd nach der nächsten Idee, wie man etwas besser machen kann. Nur manchmal kam mir der Gedanke: Wozu? Wozu der ganze Dreck, nur für ein paar lächerliche Klicks mehr von einem Referrer, der in den Deutschen Blogcharts unter den ersten 100 gelistet ist? Will ich eigentlich so Bloggen? Immer mit einem Auge auf den Leser? Auf DIE Leser? Nein.

Deswegen jetzt mal back to basics. Dieses Blog soll mit keine Arbeit machen, sondern Spaß. So steht es auch hier und das gilt weiterhin. Danke für diesen Artikel, der mich daran erinnert hat, dass ich auf dem besten Wege war, so zu werden wie alle, die ich immer belächelt habe.

 

Ein Hoch auf Akismet!

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… stellt dieses Quiz. Hab mich das ein oder andere Mal ertappt gefühlt. Zumal ich wirklich was anderes tun sollte, als Blogs lesen und über das Gelesene zu Bloggen. Aber es geht ja noch:

 68%How Addicted to Blogging Are You?

 

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Ha!

Nieder mit allen Untergangsszenarien! 

Weder Verteufelung noch In-den-Himmel-Lobereien haben ihre Berechtigung, damit ist einigen ganz schön gegen den Meinungsbug gefahren. Lesen!

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In meiner Zeit in der Sekundarstufe II gab es mal ein wirklich gutes Angebot: Die FAZ sechs Tage die Woche, plus die Sonntagsausgabe, plus einmal im Monat das Hochschulmagazin von der FAZ, alles kostenlos, ohne Vertragsbindung, lediglich der Möglichkeit zu einem nach den zwei Jahren zu bezahlendem Abo. Ich hab das ziemlich schnell unterschrieben. Ich muss zugegeben, abgesehen von Seite eins, einzelnen Artikeln und der letzten Seite hab ich aus dem Papier meistens Hüte gebastelt (ironischerweise gab es mal eine Anleitung für verschiedenen Hüte - Napoleon, Rotkäppchen, Wikinger usw. - direkt auf die Größe von FAZ-Seiten zugeschnitten). Sonntags dann aber war die Zeitung nicht nur bunt, ich hatte auch noch Zeit, sie zu lesen. Und Stefan Niggemeier war Chef der Medienseite. Der schrieb selten die GZSZ-Nachberichterstattungen, war bissig, witzig und ironisch, schien Ahnung zu haben und wurde schnell zu meinem Hero. Logisch, dass ich, als ich plötzlich einen Breitband-Internet-Anschluss besaß, regelmäßig sein Blog las. Das hier fand ich auch gut, tu es eigentlich immer noch. Mags daran liegen, dass ich das FAZ-Abo natürlich nicht verlängert habe oder an der plötzlichen Überflutung mit Mediencontent seit Mittweida: Stefan Niggemeiers Denkmal-Sockel wackelte. Allein in den vergangenen Wochen hab ich nur unglaubliche drei Mal etwas nettes unter seinen Artikeln für die FAS gefunden. Zugegeben, ich mag seinen Verriss-Stil und ich kann verstehen, dass Dinge wie diese mal gesagt werden müssen. Aber schon, dass die übergroße Mehrheit seiner Artikel mit Namen von Menschen überschrieben werden, die dann im Folgenden meistens nichts Gutes und zu oft zu persönliche Angriffe zu erwarten haben, spricht für sich. Richtig schlimm wird es aber, wenn Stefan Niggemeier bloggt. Sein Blog ist größtenteils ein Watchblog watching the whole world of german media. Bravo würde ich rufen, wären da nicht die persönlichen Kleinkriege. Ein wahre Geschichte von Stefan Niggemeiers ganz persönlichem Cocktail aus Medienjournalismus und Sozialpornografie.

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“Jeder denkt, dass er etwas zu sagen hat – bis ihm mit dem Blog eine Bühne geschaffen und er um seine Meinung gebeten wird.”

Bisher hab ich nicht allzu viel darauf gegeben, was in den Elfenbeintürmen der Medienforschung alles über Web2.0, neue Kommunikationskanäle und Websprachen gesagt wurde. Kulturpessimisten, die mit Blogs und Instant-Messaging-Terror schon wieder Gehirnzellen und klassische Kommunikationsfähigkeiten davonschwimmen sahen - Platon hatte vor kurzem ja auch recht damit, dass das Papier und das damit verbundene Aufschreiben von Dingen den Anfang vom Ende jedweder Erinnerungsfähigkeit markiert - waren mir genauso supspekt, wie all die Online-Propheten, die die Bergung des heiligen Grals irgendwo zwischen Bildblog.de und MySpace.com voraussagten. Bisher wusste ich auch noch nicht, dass es selbstgekrönte “Chief Blogging Officer” gibt. Und ich wusste nicht, dass die sich zusammen mit anderen “Blogexperten” (ein scheinbar ebenso anerkannter Beruf wie “Terrorexperte” oder “Einzelhandelsexperte”) durchaus differenzierte Gedanken machen. Und zu interessanten Erkenntnissen kommen. Lesen!

Lies Blogs!

In letzter Zeit häufen sich Dialoge wie diese hier:

“Ich hatte heute meinen zweiten Tag im Kaufland. Hab auch was gebloggt.” - “Erzähl’s nich, ich will’s lesen!”

“Wie du willst dir ein Tattoo machen lassen?” - “Liest du meinen Blog nich, oder was?”

“Wie war’s beim Arzt?” - “Mmh, ganz oke, aber ich hab eben was gebloggt, deswegen lass uns über was anderes reden.”

“Wenn dein Blogdingens da nicht wäre, wüsste ich ja gar nichts mehr aus deinem Leben.”

Hier sollte jetzt ein Satz stehen, der über den Verfall zwischenmenschlicher Kommunikation im 21. Jahrhundert sinniert. Mails, SMS, ICQ, Blogs - unterste Kommunikationsstufe. Hab ich mir von einem Studium-Generale-Kommunikationstraining-Sport-Besucher sagen lassen. Was die Neandertaler für die menschliche Evolution, sind also Blogs für Gespräche. Schlimm? Nö. Es gibt ja auch Sätze wie den hier:

“Hast du Blog gelesen? Schlimm, oder? … ”

Außerdem: Bloggen fetzt!