
Scheiß Montagsproduktion! Fing schon Ende November an zu murren, im September gekauft! Nach ewigem Suchen ist die Quittung wenigstens aufgetaucht! MediaMarkt
Elektro-Discounter, ich komme!
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Scheiß Montagsproduktion! Fing schon Ende November an zu murren, im September gekauft! Nach ewigem Suchen ist die Quittung wenigstens aufgetaucht! MediaMarkt
Elektro-Discounter, ich komme!
Ich weiß noch: Letztes Jahr hab ich irgendwie versucht an einem Rückblick zu zimmern. Sowas fällt mir nicht leicht, mir alle Einzelheiten des Jahres zu merken. Und ich mag es ja wie schon viel zu häufig propagiert einfach nicht, wenn man zu einem bestimmten Tag irgendwie denkt: Ab jetzt alles anders, eine Sekunde mehr zwischen 23:59 und 00:00. Die Magie, die irgendwie in dieser einen Sekunden zu stecken scheint, hat ihre Funken noch nicht weit genug gesprüht, um mein zynisches Gemüt zu erreichen. Dabei weine ich manchmal bei Filmen.
So an einer Chemnitzer Straßenbahnhaltestelle sitzend, zwei tolle Hechte neben mir, jeder zwei Flaschen Bier in den Baggy-Arschtaschen, begann ich über das Leben nachzudenken. Nach einer Weile formte sich in meinem Kopf als Zusammenfassung meiner Gedanken folgender Sinnspruch:
Wenn man die große Liebe gefunden hat, ist das einzige, was einem dazwischen kommen kann, das Leben.
Das fand ich irgendwie gut und dann dachte ich: Das musst du bloggen.
Es fällt mir jedes Jahr schwerer, in Weihnachtsstimmung zu kommen. Das Leben lebt einfach immer weiter. Feiertage jucken es nicht besonders. Mich übrigens auch nicht. Sätze wie “Streitet euch wenigstens nicht heute” oder “Es ist doch Heiliger Abend” gingen mir schon immer am Arsch vorbei. Bei uns gibt es neuerdings einen Weihnachtsorganisator. Alle müssen singen, es werden Gedichte und Geschichten vorgelesen. Ich habe Das Mädchen mit den Schwefelhölzern zugeteilt bekommen.
Bei Pressemitteilung Webservice kann man Pressemitteilungen online stellen, kostenlos. Alle dürfen das, auch dieser User hier. Nett, oder? Seit 2 Tagen und 22 Stunden macht das Drecksportal nichts dagegen.
Das “Bündnis für Menschenwürde gegen Extremismus im Landkreis Mittweida” ist ne ziemlich feige Sau. Seit Tagen keine Email mehr, keine PM, kein gar nichts. Ich sag ja nicht, dass die aktuellen Entwicklungen, nicht irgendwie für fast alle überraschend sind, aber wer immer so scharf aus einer verdammt linken Ecke schießt und sich jetzt nicht wenigstens äußert - das kratzt an der Glaubwürdigkeit. Schlimmer noch hier. Zwar ist dieses Bündnis schon inoffiziell von der Vergabe des Ehrenpreises abgerückt, sollten sich die jetzigen Scheinbar-Tatsachen bestätigen, aber: Keinen Hinweiß, wenigstens im Konjunktiv, dazu? Natürlich gefundenes Fressen, ihr Demokratie und Toleranz-Helden!
Irgendwie bin ich gerade zu gar nichts zu gebrauchen. Zu so überhaupt gar nichts. Seit heute morgen. Ich rappel mich wieder, ganz sicher. Hier mal ein Video zum Gucken, bis ich wieder was anständiges zu sagen habe:
Dies ist ein von Rankaholics.de bezahlter und vermittelter Eintrag! <– Das find ich witzig.
Es ist wieder in aller Munde: StudiVZ. Er macht der Märtyrer, für ihn ist das eh ein Pflichtthema und sowieso geht ein Aufschrei durch das virtuelle Deutschland. Erinnert mich ein bisschen an früher. Der, der in präpubertären Gruppen als Erster zugegeben hat, zu masturbieren, musste sich Ihs und Ohs gefallen lassen. Obwohl die Dichte dieser Schande ja nun wirklich undiskutabel ist.
Also, waht’s fact? Das Internet ist ein Arschloch. Und nicht erst sein StudiVZ. Spammails, Eintragung in Newsletter, nur weil man einmal dumm genug war, sich von einem möglichen iPhone-Gewinn umwickeln zu lassen - das ist alles ganz zauselig-gruselig. Kein Grund natürlich, die Sache mit StudiVZ nicht auch schlimm zu finden, das wäre ja dann wie bei den ganzen Krisenherde, wo man Bombenexplosion einfach nicht mehr schlimm findet, weil sie so häufig sind. Wenn es doch so schlimm wäre, das mit StudiVZ. Man kann ja personalisierte und den Weiterverkauf von Daten und alles schlimm finden, aber hey, lest doch die AGB erstmal richtig, bevor ihr rumheult:
Ich nehme zur Kenntnis, dass ich die Möglichkeit habe, der vorstehenden
Einwilligung in die Verarbeitung personenbezogener Daten jederzeit mit Wirkung
für die Zukunft ganz oder teilweise gegenüber studiVZ zu widersprechen. Der
Widerspruch ist per E-Mail zu richten an widerruf@studivz.net oder an: studiVZ
Limited, Saarbrücker Straße 38 in 10405 Berlin.
Nun ist das die Hintertür, man kann das ganze nur Abschalten, wo es eigentlich so sein müsste, dass man das Anschalten muss und die Sache mit der Email oder der Post ist nicht die feine Englische, ohne Frage wäre ein einfaches Klicken cooler gewesen. Aber: Kanibalen fressen kleine Kinder.
Das StudiVZ jetzt natürlich zurückrudert, ist verflucht heuchlerisch. Klar verkaufen die die scheiß Daten trotzdem. Wovon wollen die sonst leben? Wie will Holtzbrink seine Millionen sonst wieder reinkriegen? Nicht, dass ich Mitleid hätte, aber so ist es nun mal.
ihr kauft eine Brotmaschine. Eine sehr teure, große und formschöne Brotmaschine, die, falls die vielen kleinen Brotmaschinen, die ihr schon habt, mal ausfallen, aushelfen soll. Im Laufe der Jahre wird die neue Brotmaschine aber immer unwichtiger, weil die kleinen Brotmaschinen viel besser mit dem immer kleiner werdenden Broten zurechtkommen. Der großen Brotmaschine wird langweilig und sie zerschneidet vor Wut ein verdammt teures Porzellanbrot. Dabei macht sich sich nicht nur ihr Schneidemesser kaputt, sondern richtet auch einen Schaden von 43 Milliarden Euro an. Nun müsst ihr euch entscheiden: Werft ihr die Brotmaschine, die eh nutzlos geworden ist, weg, und büßt dafür lediglich den - zugebener Maßen hohen, aber ein vergleichsweise akzeptabler Verlust - Kaufpreis von einst ein oder verkauft ihr sie für 328 Millionen an jemand, der mit dem Schaden umgehen kann, übernehmt aber gleichzeitig eine 2,75 Milliarden hohe Bürgschaft dafür, falls der Brotmaschine wieder mal langweilig wird oder der mit dem Porzellan-Brot angerichtete Schaden doch noch höher ist?
Diese Frage stellt sich irgendwie niemand.
Bin grad in die beste, entlarvenste, geilste und absolut berichtenswerte Gruppe bei StudiVZ eingeetreten:
Glüht JEDER härter vor, als ALLE party machen?
Haha, das is so urkomisch!
Am Ende steht das Ergebnis, wie es zu Stande kam, interessiert dann keinen mehr.
Ich möchte hier und heute und vor aller Welt festhalten: Das stimmt nicht. Fußball ist kein Ergebnis-Sport. Für den Fan bleiben jede Spielphase und die darin versteckten Oase der großen und wichtigen Spiele im Gedächtnis. In allen Einzelheiten. Wie war das damals, als Stuttgart ManU schlug, 2:1, in seinem ersten Champions-League-Heimspiel? Ronaldo und van Nistelrooy entzaubert durch Hleb und Kuranyi (heute bekannt als “Der Verräter” oder einfach “Tevin Turanyi”). Von einer “Weltklasse-Leistung” sprach man, die “jungen Wilden” damals auch Tabellenführer in der Liga. Da entlud sich die ganze heimliche Verehrung des bescheidenen Mittelklasse-Fußball-Fans in einem Feuerwerk des ehrlichsten Stolzes überhaupt. Wie war das damals in der gleichen Saison, als man gegen Chelsea ausschied, wegen einem vermaledeiten Eigentor? Das war echte Trauer, weil sie liebevoll war. Wie war das damals, als mit Sammer und dann Trappatoni der Abstieg (nicht wirklich versteht sich) kam? Als drei Punkte einfach mal nichts wert waren, weil jeder ganz genau wusste: Da hatten sie nur Glück, das war kein Schritt voran. Das ist ein Gefühl, mal Unbehagen, mal große Hoffnung, das können die Erbsenzähler von Sport-Reportern gar nicht nachvollziehen. Oder wollen es nicht, im Schlagzeilen-Drogen-Rausch. Wie war das damals, wenn man ganz genau spürt: Das ist der richtige Weg. Egal ob man auf Tabellenplatz 18 oder Tabellplatz -1 anfängt - das wird noch was in dieser Saison. Man weiß es einfach, trotz allem Fluchens, Zauderns und Zeterns. Und wie ist es jetzt: Ausgeschieden aus der Champions League, sang- und klanglos mit drei Punkten. Gegen Barca ein 1:3. Dann erzähl ich in zwei drei Jahren von dem geilen Freistoß, den da Silva da in einer der ersten Minuten unter die Latte zirkelte. Dann ist das Ergebnis völlig egal, und es zählt nur noch, wie es zu Stande kam.
Das hier ist ja wohl die Oberhammerfrechheit! Wozu wird denn bitte die Erhöhung des Studentenwerksbeitrags? Die Mensa hat schließlich ihre Preise schon im Einzelnen deftig erhöht! Wer legt sowas fest? Wo wird mir sowas erklärt? Hier! Der Freistaat Sachsen kürzt also seine Mittel für Studentenwerke, soso. Das ist eine ziemliche Schande, so insgesamt, immer auf Bildung, Kultur, Kindererziehung - man kennt ja die Stammtischparolen. Aber: Dresden zum Beispiel hat seinen Studentenwerksbeitrag auch erhöht, um 14 Euro auf 58 Euro. Immer noch geringer als hier! Anderes Beispiel: Chemnitz (was auch eine richtige Uni ist, keine popelige Fachhochschule und keine popelige Bergakademie). Studentenwerksbeitrag 42 Euro! Klar, ist der gesamte Semesterbeitrag in beiden Städten höher, dafür kann man aber auch das ganze Semester mit der Bahn und so rumfahren (in Mittweida kann man nüscht, will man aber auch nüscht können). Die Angaben für Chemnitz und Dresden gelten freilich noch für das WS 07/08 während die MW-Preise schon für das SS 08 gelten, da kann man bei Chemnitz und Dresden eventuell auch noch Erhöhungen erwarten. Aber: Dresdner Mensa mit Mittweidaer Mensa zu vergleichen würde nicht gut ausgehen für dieses Drecksloch hier. Gut, dass das eventuell der letzte Beitrag ist, den ich zahlen muss!
PS: Komm mir jetzt bitte keiner damit, ich solle doch froh sein, keine Studiengebühren zahlen zu müssen! Äpfel und Birnen, sag ich da nur! Und: Nein, ich möchte verdammt noch mal nicht in Mittweida hauptwohnsitzlich gemeldet sein, um den Semesterbeitrag zurückerstattet zu bekommen!
Eigentlich wollte ich ja zur Nazi-Demo in MW am Wochenende mal die Klappe halten, einfach weil es nichts Neues zu sagen gibt. Aber hier (zweites Suchergebnis) lest ihr, warum Nazis so viel Zulauf haben: Überzeugende Argumente.
Jetzt brauchst du auch nicht mehr anzufangen, zuzuhören. Oder gar nachzufragen. Wer ich bin, was ich mache. Ich frage mich, ob es dich wirklich interessiert und ob du es nicht gleich nach meiner Antwort wieder vergessen hast.
Wo warst du, als ich 14 war? Kurz davor auf eine ziemlich schiefe Bahn zu geraten? Vielleicht sah es für dich nicht so aus, weil ich eine harte Schale habe, vielleicht hast du aber auch gar nicht hingesehen.
Ich hab alle diese Fehler gemacht, ohne dass es dich gestört hätte. “Lass das sein!”, “Komm nach Hause!” und “Das ist nicht gut für dich!” hätte ich dich sagen hören müssen. Stattdessen batest du mich um Verständnis für dich. Genau dann, als ich mich selbst nicht verstanden habe. Was du hättest wissen können, wenn du gewollt hättest.
Als ich glaubte, erwachsen zu sein und manchmal sogar, dass ich es tatsächlich bin, hab ich es dir nicht leicht gemacht. Da bin ich mir sicher. Aber das hier ist keine Fernsehserie, in der immer alle vernünftig sind, in der alle empathisch und zweifelsfrei Blut von Wasser unterscheiden können und milde handeln. Unterlegt mit dramatischer Musik. Als ich deine Hilfe nicht wollte, hättest du sie mir aufzwingen müssen, egal wie böse und ungerecht ich war. Du bist hier der Stärkere, der, der mehr richtig macht. Oder solltest es wenigstens sein.
Alle Jahre wieder erinnerst du dich meiner Existenz. Wie es mir geht, ob es was Neues gibt und ach ja, nimm dir mal den Tag frei, wir zünden eine Kerze an für unsere Zuneigung. Eine, die fürs ganze nächste Jahr reicht. Denn ich kann nicht garantieren, dass ich dann da sein werde.
Das ist ein ganz böser falscher Film. Einer, in dem ich zu schwach bin, nein zu sagen. Einer in dem ich diese Ecke in meinem Kopf und erst Recht irgendwo da, wo man das Körperteil Seele nennt, mit dicken Brettern zugenagelt habe. Du hast dir nie die Mühe gemacht, nach einer passenden Zange zu suchen.
Aber mach dir keine Sorgen. Du fehlst mir nicht. Dein Platz war eh immer leer, als er es nicht hätte sein dürfen.
Wenn man in Sachsen groß wird, ist man einiges gewohnt. Da vergisst man gern, dass man zwar im Osten lebt, aber immerhin im Vorzeigeland ebendieses Ostens. Nun war ich am Wochenende auf einer Reise und musste durch Brandenburg. Durch ganz Brandenburg will ich fast sagen. Ich war noch nie wirklich aktiv in Brandenburg, deswegen konnte ich dieses erste Mal mit offenem Mund alle Klischess bestätigt sehen. In gefühlt 120 Dörfern war an einem stinknormalen Donnerstag niemand - wirklich niemand - auf den Straßen, vor den Filialen der örtlichen Sparkassen hingen große Flyer mit “Unsere Mitarbeiter haben keinen Zugriff auf das Bargeld” (was machen die denn sonst da in den Sparkassen?), die wohl Räuber fernhalten sollten, bevor eben diese Sparkassen wieder Beiträge bei Kripo Live wert sind und: Am Straßenrand wurden Allee-Bäume gepflanzt! Ohne Scheiß.
In einem Ort namens Haßleben gibt es eine Straße, die es sich bei geschätzt drei Einwohnern und einem Hund wohl nicht lohnte, umzubenennen: Straße der DSF heißt sie 18 Jahre nach dem Mauerfall, hat sogar ein neues, bundesdeutschen Straßennamenschild. Nebenan spielt der Eintracht Haßleben ohne Zuschauer Fußball. Ganz normal, Sonntag Vormittags in der Gemeinde Boitzenburger Land, Landkreis Uckermarck. Der Fußball-Club wurde übrigens 1992 gegründet, ein Jahr, nachdem der VEB SZM Haßleben, ehedem Vorzeige-Schweinemast-Betrieb der DDR mit 150.000 Schweinen, schließen musste. Und 800 Menschen in die Arbeitslosigekeit entließ. Heute sieht es auf dem Gelände so aus:
Erinnerte mich an Bilder aus Tschernobyl, überstürzt verlassen, im Pförtnerhäuschen steckten noch verkeimte Wasserkocher in der Steckdose. Die Initivative PRO Schwein Haßleben übrigens, deren Internetseite im Fenster des Häuschens beworben wird, wollte 2004 mal einen neuen Schweinemastbetrieb aufbauen, Haßleben wieder zu altem Glanze verhelfen quasi. 85.000 Schweine sollten es werden, auf der Suche nach Investoren für 25 Millionen Euro waren die 22 damals zumeist arbeitsuchenden Mitglieder der Organisation - vermutlich haben die alle mal im VEB gearbeitet. Nun denn, die Geschichte zog sich hin, 2006 hatte sie ihren Höhepunkt: Zugereiste und Wochenendhäuschen-Haber (es gibt in Haßleben wirklich neue hübsche Häuser, nicht weit vom ehemaligen Schweinestall - diese Bewohner müssen ihr Leben wirklich lieben) waren gegen den neuen Schweinemastbetrieb und mit ihnen zusammen einige Tierschützer. Haßleben hatte damals mit 30 Prozent die höchste Arbeitslosenquote Deutschlands, hat sich bis heute sicher nicht viel dran geändert, zumindest schaut der Ort so aus. Aber weiter im Text: Die Schweine-Hasser und Schweine-Befürworte stritten sich, sozialer Abstieg gegen den Geruch von frischem Schweinekot im Kaminschacht. Irgendwann entschied der Landkreis darüber, ob der Bau einer modernen Schweinemast-Anlage offiziell ausgeschrieben werden darf. Und damit endet die Geschichte, der letzte Eintrag auf der PRO Schwein-Seite ist vom Jahresende 2006 - wahrscheinlich fiel die Entscheidung nicht so positiv aus. Für eine eigene Wikipedia-Seite für Haßleben hat’s jedenfalls nicht gereicht.
Nun meine Fragen:
1. Wozu 85.000 Schweine in Nordbrandenburg? Mir ist zumindest in der Mittweidaer Mensa noch kein Mangel an Schweinefleisch aufgefallen. Über den ökonomischen Nutzen jedenfalls diskutierte man in Haßleben irgendwie gar nicht.
2. Wozu die Diskussion um Schweinegeruch? In der DDR wohnten in drei niedlichen Plattenbauten auf der Straße der DSF Leute 300 Meter Luftlinie von den mit 150.000 Schweinen gut gefüllten Ställen entfernt - und damals gab es auch heiße Sommer, wie uns Bilder von Männern in stylischen Sport-Hotpants beweisen. Heute sieht die Plattenbausiedlung in Haßleben jedenfalls so aus:
Mmh. Ich wollte eigentlich etwas wirklich witziges schreiben. Über Haßleben. Kaakstedt. Und wie die Dörfer in Brandenburg eben so heißen. Aber es ist nicht witzig.
Dummer Spruch, nicht zum ersten Mal heute: Das Leben zieht schneller vorbei, als mir lieb ist. Alle die schon wieder glauben mich zu kennen - vergesst es, das hat nichts mit meinem kleinen Kurztripp zu tun, der mich für vier Tage (naja, fast) wunderbar vom Internet trennte und einiges verpassen ließ. Zum Glück hab ich nicht das Gefühl, mich äußern zu müssen. Die Zusammenfassung zum Tripp aber folgt noch. Vielleicht.
Jedenfalls, ich wich vom Thema ab: Ich würde gerne langsamer leben. Einfach so. Was ich noch gern würde, noch viel gerner, wenn man so will: In irgendwas richtig gut sein. Richtig was wissen. Ich glaube, ich brauche einen neuen Traumberuf. Und ausnahmsweise mach ich keine Scherze.
Heute nacht wieder schlecht geschlafen. Lag wahrscheinlich am Sturm, der die Weihnachtsbeleuchtung vor meinem Fenster hin und her schleuderte, sodass an der Decke lustige Schattenspiele entstanden. Die erschreckender Weise viel interessanter waren als die Innenseite meiner Augenlider.
Wie ist das eigentlich mit dem Klimaschutz, hm? Energiemmission der allerfeinsten Art, die ganze Nacht durch, direkt vor meinem Fenster! Ich hoffe, es handelt sich wenigstens um Energiesparglühbirnen. Von Osram. Um der deutschen Wirtschaft noch was Gutes zu tun.
Und alle Viertelstunde geht der Kühlschrank an, summt vor sich hin, um sein Innenleben kühl zu halten. Das hat übrigens nichts mit sinnloser Energiemmission zu tun, sondern mit Altersvorsorge. Denn der Kühlschrank kühlt nur Bresso. Und Milch. Milchprodukte sind das neue Öl.
In der anderen Viertelstunde, in der der Kühlschrank schwieg, stellte ich mir vor, wie die Weihnachtsbleuchtung draußen vom Wind aus der Verankerung gerissen wird und jede einzlne Energiesparglühbirne von Osram mit einem netten Klirrgeräusch unten auf der Rochlitzer zerschellt. Ich rede mir ein, dass das normal ist. Und kein Zeichen für unterdrückte Aggression. OderHass gegen die deutsche Wirtschaft. Oder ein bisher unentdeckter Winkel meines Herzens, der für den Klimaschutz schlägt.
Hab neulich ne Mail bekommen. Ich soll was verlinken. Ein Forschunsprojekt an der Hochschule macht ne Umfrage zur “Akzeptanz individualisierter Zeitungen und Zeitschriften”. Zur Zeitung 2.0 also, haha, ätschbätsch!
Spaß und Insider beiseite: Ich verlinke ab sofort rechts in der Sidebar auf die Umfrage. Ich mag einige der Leute die da mitmachen, ist sozusagen Vetternwirtschaft (Jehova!). Macht einfach mit, wenn ihr kurz Zeit habt, das Thema ist ganz interessant, gab’s letztens eine official Discussion dazu, an der ich teilnahm.
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