Ohne Boden

Ich würde schon gern mal wieder sturzbetrunken aus dem Club heimtorkeln. Kurz vorm Gehen müde und verzweifelt meine Hosentaschen durchwühlen und wissen, dass ich da nichts mehr finde. Auf der Straße Fußballhymnen grölen und mich unter dem Licht jeder zweiten Laterne schlafen legen wollen. Zu Hause kurz vorm ins Bett fallen den Sonnenaufgang durch das Fenster beobachten und merken, wie sich die Welt gut anfühlt. Dann schlafen, schlafen, unruhig, aber weich und am nächsten Tag bis sieben Uhr abends im Schlafshirt rumlaufen. Mit dem Leben jonglieren und mich fragen, wo mein Platz in der Welt ist. In Cappuccino-Tassen ohne Boden rühren, Ziele haben, aber keine Pläne. Glauben, dass da noch mehr kommen muss, mich aber nicht fragen müssen, was später ist.

Irgendwie will mir das nicht gelingen.

  1. willst du damit sagen, dass du jetzt erwachsen bist? dich aber noch zu jung dafür fühlst?

    NEON? ^^

  2. o mein gott, ja!

  3. Ach du scheiße…

    FX!

  4. schöner text!

  5. danke!

  6. ich würde auch sagen, dass der mit ins boot muss, wenn du verstehst was ich meine ;-)

    wirklich. kurz und gut. kleinprosa eben

  7. kann mich den lobeshymnen nur anschließen, auch wenn ich das mit dem endgültig erwachsen sein noch nicht ganz glauben kann! da kommt bestimmt nochmal ein rückfall…