Das is so Mittweida… Oder eben nicht.

Zwei Jahre war ich schon in Mittweida, als ich zum Ende des Sommers wieder hierher zurückgekommen bin. Komisch war das Gefühl, gefreut hab ich mich, aufs Schreiben, aufs Radiomachen. Angst hatte ich vor der Mittweida-Lethargie. Dem typischen Müßiggang, der in dieser Stadt zu wohnen scheint. In den Wänden, in der Kanalisation, in den Pflastersteinen auf dem Campus. Unsichtbar, um dann, sobald man länger als 24 in dieser Stadt ist, hervorzukriechen und sein lähmendes Gas zu verströmen. Irgendwie ist gerade alles anders. Ich hab so viel Motivation für die NOVUM wie wahrscheinlich alle vier Semester vorher zusammen nicht. Auf 99drei und seine Aufgaben hab ich auch Lust. Und die restliche Zeit füll ich mir mit Gedanken um die Zukunft und Vorbereitungen für eine rosige solche gut genug an, um nicht vor Langeweile die langweiligen MW-Vorlesungen besuchen zu müssen. So kann ich hier auch das letzte Semester noch einigermaßen überstehen.