Koestlich

Ich bin ziemlich oft online und lese ziemlich viel. Irgendwie gelingt es mir da nicht, um all die guten und schlechten Texte drumherum zu kommen, die sich in meinen Feedreader schleichen oder irgendwie anders an mich rankommen. Deswegen heute mal ein Blick von mir auf das, was mir in den vergangenen Tagen (oder schon ein bisschen länger her) untergekommen ist.

Das, was ich schon lange beobachtet und als “yo-bro-Syndrom” bezeichnet habe, ist endlich in einem schönen Text zusammengefasst worden - von wem anders und so dermaßen lustig, dass selbst ich, die ja das Pänomen schon lange kennt und jeden Tag beobachten und anklagen kann, sehr lachen musste. Nur das Ende des Textes ist etwas sehr platt und schnell und zu gedanklich einfach herbeigeführt - außerdem zu wenig verurteilend für das “yo bro-Syndrom”. Vielleicht sollte ich selbst auch mal eine soziologische Abhandlung darüber schreiben.

Helmut Böttiger hat einen Groschenroman rezensiert. Oder sowas, was ein Groschenroman sein müsste. Es vielleicht am Ende doch nicht ist. Der Rezensent ist sich irgendwie selbst nicht sicher. Selten so eine unterhaltsame, selbst reflektierende Buchrezension gelesen.

Was mir zu dem Autor des Buches, um das es sich in dem Text dreht einfällt: Der ist hier Dozent. Da wollte ich mal studieren, nach Mittweida. Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus heißt der Studiengang. Vielleicht will ich es immer noch, mal sehen. Warum sich das nicht so sehr von Mittweida unterscheiden würde, hab ich dann vor einiger Zeit hier gelesen.

Tschernobyl trägt zu Unrecht das Attribut schlimmster Atomunfall ever - das hab ich hier gelesen. Und das sollte nicht unerwähnt bleiben. An dem Karatschai-See, da wo die Russen damals alle Atomabfälle reingeleitet haben (der ist heute zubetoniert), kann man sich keine 15 Minuten aufhalten, es sei denn, man ist willig zum Suizid. Nach einer Stunde Aufenhalt tritt dann der sofortige Tod ein. Netter Ort.

Literarisch fand ich letztens den und den Text gut.

Und zum Schluss: Wer bisher noch keinen einzigen meiner mühsam zusammengeklaubten Links angesehen hat, sollte spätestens jetzt klicken - is auch n Video, Jungs und Mädsche. Im extra-3 Podcast ist Olivia Jones unterwegs - bei der NPD in Niedersachsen. O-Ton: “Ist ja alles nicht so schlimm, mein kleines braunes Häschen.” Zum schießen. Hier das Video bei You Tube in schlechterer Qualität.

  1. Oh, das freut mich sehr, dass mein Text überhaupt gelesen wird und dass er dann auch noch gefällt! Schön!