Titel geklaut. Serienidee geklaut. Einfach alles geklaut. Trotzdem: Es gab ein Leben, welches das meine war, da war ich noch weit entfernt von dem Gedanken, mir mit der Medienbranche selbiges zu versauen. Oder kurz davor, eigentlich egal, denn ich hab schon in der dritten Klasse auf einen Steckbrief “Journalistin” als Berufswunsch geschrieben. “Archäologin” stand damals aber auch noch recht hoch im Kurs. Ich wette, bei beiden Worten hab ich irgendwo nachgeschlagen. Auf dem Steckbrief sind jedenfalls keine Schreibfehler. Aber ich komme vom Thema ab: Ich hatte schon viele Jobs. Und ich möchte darüber bloggen. Aber machen wir es so: Ich umschreibe, was ich gemacht habe, und ihr ratet, was ich gemacht habe, ja? Der Gewinner (der erste Kommentator, der richtig liegt, logisch) bekommt nichts. Es wird auch einfach zu einfach werden. Wenn ihr darauf keinen Bock habt, dann lass ich das beim nächsten Mal, nur momentan bin ich latent gelangweilt und will was Neues probieren. Also, Start.
Prä-Generation Praktikum
Mein erstes Praktikum also. Schülerpraktikum, zwei Wochen. Wie immer hatte ich keinen Plan. Keinen Plan, was ich mal machen wollte und keinen Plan, dass die Zeit, bis ich einen Praktikumsvertrag vorlegen müsste, schnell verfliegen würde. Ich war also ein bisschen in zeitlich-inhaltlichen Schwierigkeiten, hab das Praktikum dann aber trotzdem noch irgendwie pünktlich anfangen können.
Es verschlug mich an einen Ort, den ich damals schon von früher kannte. Nur jetzt kam mir alles sehr viel kleiner vor, als ich es in Erinnerung hatte. Es roch aber noch immer gleich, was regelmäßig Würgereize ob Erinnerungen an aufzuessenden Rosenkohl und auszutrinkenden Kinderkaffe in mir hervorrief.
Mein Arbeitstag sah in etwa so aus: Er fing früh an. Zuerst war es laut. Plaste schlug auf Plaste, Holz auf Holz und Plaste auf Holz. Getrippel und Geschrei. Manchmal stank es. Ich musste sehr oft nach unten schauen und in kleinen Räumen befanden sich viele Menschen. Mittags wurde es dann ruhiger und manchmal machte ich ein Schläfchen auf einer viel zu kurzen Matraze. Nachmittags ging’s dann nicht mehr so lange und die vielen Menschen in den kleinen Räumen wurden weniger. Manches Mal musste ich dann noch Essensreste von Stuhlbeinen wischen.
Highlight war, als die vielen Menschen die kleinen Räume verließen und ein bisschen herumliefen. Meine Aufgabe beschränkte sich dabei auf Schieben und Rufen. Manchmal schob ich etwas zu unaufmerksam über Füße drüber.
Fazit: Nett. Ich hatte nicht so viel zu tun und konnte lachen. Die Menschen waren mir sympathisch und ich Ihnen auch. Sie mochten meine Knie und vereinzelt klammerten sie sich buchstäblich an meinen Rockzipfel, damit ich nicht ging. Aber: Kein Job fürs Leben, viel zu wenig mit Wörtern zu tun. Schülerpraktikum - beurteilt nach seinem eigentlichen Nutzen - in den Sand gesetzt.
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