Heute ist einer von den Tagen, an denen ich mich komisch fühle. Meine Augen taten schon nach dem Duschen so weh, als hätte ich den ganzen Tag vorm PC gesessen, ich bin recht unschlüssig, was als nächstes zu tun ist und außerdem ist es nun schon nach sieben, obwohl ich erst vor kurzem dem Bette entkroch. Das ist ranzig und irgendwie auch yo bro. (Das passt vielleicht nicht zu 100 Prozent, aber der Gedanke hat mich erheitert, was momentan viel wert ist. Ist übrigens ein Insider.) Jedenfalls: An solchen Tagen kommt es vor, dass ich auf meinem PC unter Eigene Dateien eigenes Geschreibsel lese. Von irgendwann mal. Ich verbringe dann Stunden damit, Texte besser zu machen oder alles ganz schlimm und elendig zu finden. Das Leben, nicht die Texte, versteht sich. Meistens jedenfalls nicht. Im Endeffekt höre ich dann Hide and Seek und würde mich auch gerne hiden, ohne nach irgendwas zu seeken. Wenns gut kommt, finde ich etwas veröffentlichungswürdig und tue das dann, hier. Danach geh ich raus spielen.
Heute ist mir was aufgefallen, was ich irgendwie gut fand. Ich habe neben den Dokumenten mit meinen eigenen geistigen Fragmenten auch eines, das nennt sich Gelesen. Darin sammle ich Zitate aus Büchern oder sonstwo, von Leuten, die ich gut finde. Als ich die überflog, fand ich für einen kurzen Moment, dass sie von meinen eigenen Fragmente eigentlich nicht so sehr viel unterscheidet. Also nicht, dass ich abschreiben würde, nur so ein Gefühl von “Ich bin gut”. Ich überlegte kurz, ob ich ein kleines Quiz auf CB mache, jeden Tag ein Zitat, und wer richtig rät, von wem es ist, bekommt einen Aphorismus zur eigenen Person. Quasi wie diese Personal Southparkfiguren, die mal in waren in jeder Community, nur niveauvoller. Ich hab den Gedanken aber eine Millisekunde später verworfen, weil ich glaube, dass er vielleicht doch ein bisschen zu viel Selbstbeweihräucherung beinhaltet. Mir ist aber ein Zitat aufgefallen, was ich aus aktuellem Anlass doch mal hier hinschreiben will:
„Hätte er nur ein bisschen weniger gelernt, wie unendlich viel besser hätte er viel mehr lernen können.“
Die ganze Sache mit der Ähnlichkeit der Zitate finde ich fast genauso gut, wie die Geschichte mit Claus Kleber und der Sachsen-Korruptionsaffäre. Genau um den selben Punkt drehte sich ein Artikel von mir vor zwei oder drei Wochen in der NOVUM. Vielleicht wird das alles doch irgendwann mal was, mit mir und dem großen Journalismus.
Nun hats heute nicht mal gereicht, mich in Weltschmerz zu suhlen, es mussten noch Arroganz, Eigenlob und Self Marketing herhalten. Jetzt kann ich aber endlich raus gehen und spielen
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dieser post macht zwar seiner kategorie alle ehre. aber ich finde ihn trotzdem gut. und diese kategorie sowieso. auch die themen davon. und dass mehr davon muss. egal ob man das dann kommentiert oder nicht.

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