Weil ich grad gar ne klarkomme auf die Schuhe.

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Ich bekomme meine Faust nicht in meinen Mund. Stattdessen schabe ich meinen Gaumen auf. Und meinen Ellenbogen kann ich auch nicht lecken.
Ich hab mir Schuhe bestellt. Hier und hier. Beide sind ausverkauft! Ist es zu fassen? Den einen gibt’s noch eine halbe Größe größer, das wäre kein ZehenBeinbruch. Aber ich weiß nicht recht, ob ich hoffen soll. Ausgerechnet jetzt, wo ich einen Schuhtick zu bekommen drohe.
Was sage ich in solchen Situationen?
Ich wollte das schon viel eher bloggen, kam aber nicht dazu. Druckplatten und so. Mit denen hab ich zwar nichts zu tun, mit dem, was verkorkst drauf steht, aber wohl. Is nu aber eh nicht mehr zu ändern, also zum Post.
Den wollte ich eigentlich Ammenmärchen nennen. Denn es geht genau darum. Um früher also mal wieder, um meine Kindheit, die zerbrechlich-wohlbehütete. Darüber schreibe ich ja so gern, befand man mal. Jedenfalls: Mir wurde verdammt viel Scheiße erzählt. Mal abgesehen vom Weihnachtsmann und dem Osterhasen, das waren ja behütende Lügen, deren Wahrheit schlimmer war, als sie selbst. Ich rede hier von Lügen, deren Wahrheit mir die Zornesröte in meine kindlichen (oder eben schon nicht mehr ganz so kindlichen Wangen) trieb. Es folgen meine Top 3.
Sie fordert auf, Füße zu zeigen. Schuhe vielmehr, zu Füßen würde eher sie auffordern. Aber egal. Ich habe keinen besonderen Schuhtick. Zumindest hatte ich keinen, bis ich vor kurzem eine Wette gewonnen habe und damit ein paar Schuhe. Die sind aber noch nicht da. Deswegen die, die ich gerade anhabe.

Converse: Jack Purcell Canvas Sneakers
Zugegeben, sie sind ein bisschen dreckig, aber nicht kaputt. Außerdem weiten sie sich langsam so aus, dass die Nähte nicht mehr drücken. Scheiß Leinenschuhe.
So, mitmachen sollten nun auch Stefan, Susi, Julian und Kristof.
Finden es die Verantwortlichen nicht wenigstens ein bisschen komisch, dass man eine Vorlesung zu haargenau dem selben Thema wie ein Semester zuvor zu haargenau dem selben sinnlosen Belegthema ein zweites mal besuchen muss? Das, und schon das an sich ist bezeichnend, wäre meine letzte kleine Hoffnung für Geist an dieser Hochschule.
Ich hab mir dieses Mal wirklich viel Gedanken gemacht um die Seite 3 der aktuellen NOVUM. Einen hohen Rechercheaufwand betrieben, mir Artikelkonzeptionen überlegt, wieder verworfen, sehr oft bei Null angefangen und am Ende, als die 6000 ZML schon fix und fertig waren, noch einmal alles umgeworfen. Zweigeteilt war die Seite dann, ein ebenso langer Sachartikel wie Kommentar. Sah zwar im Layout noch recht bescheiden aus, aber ich dachte mir, dass kriegt er schon hin. Ich war zufrieden. Bis ein vorlauter Ex-Mitarbeiter in den Printpool stürmte: “Nee….Nee! … Nee, nee, nee! So geht das nicht. Also ich meine, so geht das grrrundsätzlich nicht!” Ich habe mich gegen diese Meinung gewehrt, sehr vehement und argumentativ. Der Kommentar sei schlicht zu lang, sagte er, sowas sei journalistisch ein Unding, auch ohne ihn gelesen zu haben, könne er das sagen. Und: Dass ich es mir zu einfach gemacht habe, indem ich alles meinungsrelevante aus einem Sachartikel ausgeschnitten und mit ein bisschen Pointierung gewürzt in einen Kommentar umgemünzt habe. Das ginge einfach nicht. Natürlich ginge das, sagte ich, dass haben wir zwar noch nicht gemacht, aber schau sie dir doch mal an, die FAZs und Sueddeutschen dieser Welt. Nee, dass ginge nicht, keiner interessiert sich für deine Vierspaltenmeinung. Außerdem sei das ja gerade die Kunst eines Kommentars, kurz und pointiert, ohne überflüssige Sacherwähnungen. Ich habe den Kommentar dann um die Hälfte gekürzt, mich überzeugen lassen. Nein, überzeugen ist das falsche Wort. Die Argumente stimmten schlicht. Und das ist aus zwei Gründen schade.

Ein bisschen verwirrt war ich schon kurzzeitg, als sich meinen verquollenen Augen heute morgen dieser Anblick bot. Aber schon wenige Sekunden später musste ich lachen über die noch recht verschwommene Erinnerung daran, wie ich die Bake gestern aus ihrer Versankerung riss sacht herauszog und wie eine Fußballtrophäe über meinem Kopf in die Wohnung trug. Das wunderte mich dann ein wenig, als ich sie anhob, denn sie ist doch recht schwer. Ich musste aber in diesem Moment schon wieder lachen, denn die Bake gibt das Kommentar zu allem selbst:

Ja, liebe Polizei, ich bringe die Bake wieder zurück. Heute nacht.
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