Sturm? Nein.

Draußen bläst ein frischer Wind, sogar die Vorlesungen werden abgesagt. Ich hab mich kurz gefragt, warum und ob wir denn vielleicht auf dem Weg zur FH versichert sind. Für jemanden wie mich, der sich immer irgendwie weh tut, selbst ohne Sturm, wäre das wirklich wichtig zu wissen. Jetzt, wo ich das schreibe, wird mir die Dummheit der Frage klar. Natürlich sind wir versichert. In Deutschland gibt’s für alles eine Versicherung.

Edit: Eben im Printpool, O-Ton Prof. Graßau: “Sie haben ja alle die Email gelesen, ich mach jetzt hier einen kleinen Stubendurchgang und bitte Sie, 15:30 Uhr nach Hause zu gehen. Alles andere ist dann auf eigenes Risiko, unterschätzen Sie das nicht.” Auf meine Nachfrage, ob denn das Dach einstürzen könnte: “Das weiß ich genau so wenig wie Sie. Ich bin optimistisch und hoffe einfach, dass hier heute Nacht weder das Dach noch sonstwas wegfliegt. Sonst müsste ich ganz anders handeln.” Lustig. Es geht wohl wirklich um Versicherungen.
Und, eine Person neben mir, nachdem Prof. Graßau gegangen war: “Ich hol mal meinen Laptop aus dem Stuido.” Den, den er neben den Studiokameras platziert hatte. Nobel geht Haus vier zu Grunde.

Apropos: Gestern Kaminer in der Mensa gehört. Köstlich. Mein kleines, persönliches postalkoholisches Aufmerksamkeitsdefizit erzwang zwar eine überhöhte Anstrengung beim Zuhören, aber es hat sich gelohnt. Klischees über Deutschland und Klischees über Menschen. Sogar eigene Klischees erfindet der Mann. Schön.

Ansonsten ist es hier zur Zeit sehr ruhig. Lust zu bloggen hab ich keine, Gründe dafür auch nicht. Themen hab ich dagegen viele, nur um die Worte ist es schlecht bestellt. Natürlich bin ich auch faul. Jedenfalls warte ich einfach, bis es vorbei geht.