Semesterbeitrag

Ich hatte zwei mittelgroße Sommergrippen. Den Rest der Schuld schiebe ich einfach auf Arcor. Meine mit Unmutsanfällen gespickte Abhandlung darüber zu lesen, wie die Hanseln mich volle sechs Wochen ohne Internetanschluss dastehen ließen, wäre ein echter Qualitätstest für eure Scrollmaus. Daher aber leider ausschließlich für ComputerBILD interessant. Nur soviel: Wären die Benzinpreise in letzter Zeit nicht so hoch gewesen, hätte ich den Laden vermutlich angezündet. Und den der Telekom. Und die Chemnitzer Stadtbibliothek. Und das Büro von Ehud Olmert. Aber lassen wir das.

Ich habe einen Trend verpasst (was alles in allem ein Glück ist, denn ich bin weder mit Mäßigung noch mit Entscheidungsfreude gesegnet, sodass meine Liste eines durchdachten Datenbanksystem bedurft hätte), viele hervorragend tolle Texte hätten nur durch meine noch hervorragenderen tolleren Kommentare zu noch größerer Kunst werden können und, naja, es lohnt kaum der Erwähnung: Freilich gestaltet sich ein Einschreibehickhack made by HTWM ohne eigenen Internetanschluss merklich noch schwieriger.

Jetzt jedenfalls geht es wieder los. Alles ist wie immer, aber alles ist anders. Die örtliche Mensa wird 13.00 Uhr wie immer ein Ort des andachtsvollen Anstehens sein, aber die Amak-Studenten – im Übrigen hatte ich deutlich weniger erwartet – werden nicht eben zur Linderung diesen Übels beitragen. Wie im ersten Semester befinde ich mich in einem Zustand freudigen Erwartens ob der interessant klingenden Vorlesungs-/Modulbeschreibungen, bin aber illusionsloser. Irgendwann ist irgendwas sowieso wichtiger als morgens um acht in der Vorlesung zu sitzen. Beispielsweise schlafen. Wenn in der Nacht zuvor das Tequila-Glas wichtiger war als der Gedanke an Urheberrechtsprobleme. Wie immer nehme ich mir vor, häufiger als ein Mal im Monat gründlich zu putzen. Aber inzwischen weiß ich, dass selbst die Tatsache, dass ich in meiner Wohnung wohne, nicht dazu beiträgt, mich zu einer Besen schwingenden, Meister Propper anbetenden Figur mit Dr. Best-Grinsen zu machen. Mutti hat halt doch nicht immer recht. Wie immer freue ich mich darüber, Medienstudent in Mittweida zu sein, Halleluja! Aber noch besser finde ich es, dass es 06er geben wird.

Damit wünsche ich uns allen ein schönes und unfallfreies Semester und allzeit Glück und Gesundheit. Der Text ist jetzt zu Ende.

P.S.: Man bewundere das neue Blog-Oufit. Selbst eingestellt.

P.P.S.: Meine Infrarot-Maus, die ich vor einem Jahr “kostenlos” zu meiner nie benutzten Laptop-Tasche hinzu bekam, ging gestern kaputt. Ich hasse Touchpads.