Eigentlich hatte die Stadtratssitzung zwischen all den “Kalkulationen zur Satzung über die Erhebung der Gebühren für die sinnlosen Satzungen” schon eine gefährliche Einnick-Phase erreicht. Richtig lustig wurde es allerdings, als vom Marktplatz grölende Nazi-Gesänge alkoholisierter Jugendlicher heraufschallten. Die konnten auch im Rathaussaal 1 nicht überhört werden. Damms bügermeisterlicher Kommentar: “Die freuen sich, dass wir die ganzen Beschlüsse gefasst haben.” Wie haben wir gelacht.
Weniger auskunftsfreudig war Damm kurze Zeit später. Von den Linkssitzlern kam der Vorschlag, in Reaktion auf die zunehmenden Probleme mit rechtsradikalen Tendenzen in der Stadt im nächsten Jugend- und Schulausschuss Folgendes zu diskutieren: die Einrichtung eines internationalen Kulturmarktes ab 2007 in Mittweida. Quasi als seltenes politisches Statement. Damm zum Protokollführer: “Nehmen Sie das bitte auf. Die kommende Ausschusssitzung ist zwar schon übervoll, aber bei einer der nächsten wird der Vorschlag zur Sprache kommen.” Klar, wichtiger ist sicher, dass sich der neue Bürgerpolizist vielleicht auch da nochmal vorstellt und die Passage über seine Familie und Ausbildung verlängert. Die feierliche Übergehung von Nazi-Aggressionen kann er freilich beibehalten. Dann lädt ihn der Damm bestimmt auf ein Bierchen im “Deutschen Haus” ein. Sind ja Oktoberfestwochen

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